Mind Body Medizin

 

 

   Wie wirken sich Stressabbau, soziale Unterstützung und ein wertschätzendes Miteinander auf die Gesundheit und Lebensqualität aus? Wie beeinflussen Gedanken und Gefühle körperliche Funktionen und Beschwerden? Wie sind die Zusammenhänge zwischen Erwartungen, Ängsten und der Aktivität des Immunsystems?

Große Fragen. Und zentrale Fragen der Mind Body Medicine (MBM), die an der Harvard University entwickelt worden ist. Antworten geben die Verhaltensmedizin und die Psychoneuroimmunologie. Beide Disziplinen beschäftigen sich damit, wie biologische und psychologische Prozesse zusammenwirken und unmittelbar auf die Gesundheit wirken – im negativen wie im positiven Sinn. In der Mind Body Medizin werden körperliche, seelische und neuronale Aktionen genutzt, um zu genesen und gesund zu bleiben. Im Vordergrund der Angebote steht der bewusste Umgang mit Stress.

Ein MBM-Programm deutscher Prägung wird seit 1999 an der Klinik für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte gelehrt und praktiziert. Es kombiniert den naturheilkundlich-ganzheitlichen Ansatz der guten alten Ordnungstherapie von Bircher Benner und Kneipp mit Elementen der Traditionellen Chinesischen Medizin, erweitert alles um Erkenntnisse aus der Stress-, Motivations- und Hirnforschung und kommt erfolgreich bei den klassischen Zivilisationskrankheiten zur Anwendung – von Ängsten über Krebserkrankungen bis zur Überlastung.

Schlüssigstes Konzept der Medizin

Dieses Gesamtkonzept, die Integrative Medizin bzw. Mind Body Medizin ist das für mich schlüssigste Konzept der Medizin: Das Menschenbild ist untrennbar ganzheitlich, im Mittelpunkt steht die Wahrnehmung des Menschen mit seinen bio-psycho-sozialen Dimensionen und seiner Lebensqualität. Aufgrund der Tatsache, „dass das Gehirn das den Menschen prägende Charakteristikum ist“ 〈1〉, sind alle gesundheitsrelevanten Bereiche des Lebensstils eingeschlossen, die sich jeden Tag selbst beeinflussen, ausführen und umsetzen lassen. 

Die Integrative MBM basiert auf den Modellen der Salutogenese, die Gesundheit als Wert an sich definiert, und der Resilienz, einer Haltung zum Leben, die geprägt ist von mentaler und körperlicher Widerstandskraft. Beides steht diametral zum klassischen Konzept der Pathogenese mit einer mehr denn je auf Funktionalität, Planbarkeit, Kontrollierbarkeit, Effizienz und monetären Gewinn ausgerichteten (operativen) Hochglanzmedizin.

Ihre Stärke entfaltet die Integrative MBM deshalb insbesondere dort, wo die Akutmedizin mit ihren Hightech-Möglichkeiten oft an Grenzen stößt: bei der Therapie chronischer Erkrankungen. Bei diesen geht es nicht mehr um die Wiederherstellung eines ursprünglichen Zustandes, sondern um Unterstützung bei Gesundungskräften, Wohlbefinden und Eigeninitiative.

Entsprechend unterstütze ich Sie gezielt darin, Ihre kostbarste Ressource zu mobilisieren: die für ganzheitliche Gesundheit. Ziel ist es, Sie zum Experten für Ihre Gesundheit zu machen – ebenso für Ihre Erkrankung und einen souveränen Umgang damit zu vermitteln. Das alles ist ganz nebenbei untrennbar verbunden mit dem Blick auf ein lebenswertes Alter.

 


Prävention 4.o:  Training und Coaching
Slow.Flow.Glueck: Innehalten Bewegung Kulinarik
im Gutshaus
Unternehmen 4.o

 

 

 


 

1 Frings M, Jox RJ: Gehirn und Moral. Ethische Fragen in Neurologie und Hirnforschung. Thieme 2o15